Dipl.-Psych. Susanne Behling
Dr. med. Thomas Haag
Peter Liebermann
Wissenschaftlicher Beirat: Prof. Dr. med. Luise Reddemann

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Fachseminar:
„Yoga in der Traumatherapie "
mit Regina Weiser

Ein Trauma hinterlässt Spuren im Körper. Die Kaskade von Stressreaktionen, die im Angesicht des lebensbedrohlichen Ereignisses sinnvoll ist, läuft unkontrollierbar d.h. subkortikal ab, sie übersteigt die individuellen Bewältigungsmöglichkeiten und bei den Betroffenen bleibt das Gefühl zurück, dem körperlichen Geschehen hilflos ausgeliefert zu sein. Der Atem wird flach, Mimik und Gestik werden eingefroren,  Muskeln und Gelenke werden steif gemacht: Körperliche Einschränkungen, die oft über Jahre bis Jahrzehnte anhalten können.

Yoga holt den Menschen im Körper ab. Die Aufmerksamkeit wird auf einfache Bewegungsabläufe gelenkt, die der eigenen Kontrolle unterliegen.  Die drei Energieträger, die Yoga gezielt nutzt, sind Bewegung, Atmung und Bewusstseinsinhalte. Übend verbinden sie sich immer mehr zu einer Einheit. Die Konzentration auf das Zusammenführen dieser drei Energieträger bindet das Bewusstsein an die Gegenwart, so dass sich im Sinne einer Rückkopplungsschleife diese gegenseitig positiv beeinflussen: Durch die bewusste, langsame Bewegung wird der Atem vertieft. Die vertiefte Atmung führt zu einem sorgenfreieren Bewusstsein und löst andere Bewegungsmuster aus usw.

Rhythmische Bewegungen - im Yoga das Pendeln zwischen Anspannung und Entspannung - signalisieren dem Körper: Es ist Alles in Ordnung. Oft ist bereits nach kurzer Übungsdauer ein kleiner Erfolg sichtbar ist, der die Selbstwirksamkeit angeregt. Die Patienten bekommen Hilfsmittel zur Hand, die sie in kritischen Situationen selber nutzen können. So kann nach einer erlebten Hilflosigkeit das Gefühl von Kontrolle langsam wachsen und der traumabedingten Erstarrung die eigene Beweglichkeit entgegen gesetzt werden. Schließlich ist ein gutes Körpergefühl eine wichtige Ressource.

Das Seminar richtet sich an alle HelferInnen in sozialen Berufen, die mit traumatisierten Menschen arbeiten. Es werden Übungen vorgestellt, die beruhigend wirken, andere stärken den Kraftaufbau, bei anderen liegt der Fokus auf Spüren und Körperwahrnehmung. Psychoedukative Gespräche oder eine kognitive Durcharbeitung können durch einen gestärkten Körper wirksam unterstützt werden.


Weitere  Info unter http://www.yoga-in-der-traumatherapie.de/


Literatur:
Regina Weiser:  „Yoga in der Traumatherapie"

Dozentin:     
Dipl. Psych. Regina Weiser, Psychotherapeutin (DGIP), Dipl. Yogalehrerin (MYI), in eigener Praxis in Freiburg tätig . Weitere Info hier
   
Umfang:       11 UE

Termin:         Freitag / Samstag, 07.-08.09.2012       
         
Uhrzeit:         
Freitag 15 bis 19 h,  Samstag 10 bis 17 h

Ort:              Grosser Konferenzraum Gemeinschaftskrankenhaus  Herdecke                 

Bitte mitbringen:    Bequeme Kleidung, eine Decke, ein Kissen

Kosten:        € 200,-

CME:            Zertifizierung durch die Ärztekammer WL  beantragt

Teilnahmerkreis: 
PsychotherapeutInnen, BeraterInnen, Menschen die mit Traumatisierten arbeiten


Zur Anmeldung

Beachten Sie die Möglichkeit der Teilfinanzierung durch Bildungsschecks des Landes NRW.
Näheres unter www.bildungsscheck.nrw.de

Webmaster: th.haag@gemeinschaftskrankenhaus.de