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Posttraumatische Belastungsstörungen und andere Traumafolgestörungen
PTSD = Posttraumatic Stress Disorder oder PTBS = Psychotraumatisches Belastungssyndrom und andere Traumafolgestörungen Lassen sich Ausdruck eines nicht zum Abschluss kommenden „gestörten Informationsverarbeitungsprozesses" (F. Shapiro) verstehen.
Die Symptomatik posttraumatischer Störungen ist geprägt durch
- die Persistenz abgespaltener und fragmentierter Anteile der Traumaerinnerung, die durch innere oder äußere Auslöser (Trigger) aktiviert werden können (z. B. als Flashback und Dissoziation) und - die auf Traumabewältigung und Angstabwehr gerichteten „traumakompensatorischen" (Fischer/Riedesser 1998) psychischen Abläufe und Mechanismen (wie Spaltung, Dissoziation, Somatisierung).
Es können vielfältige seelische und körperliche Symptome auftreten, häufig mit einer längeren Latenz nach den traumatisierenden Ereignissen. Je früher und schwerer die Traumatisierung erfolgte, desto schwerwiegender können die Folgen sein. Die neuere Forschung zeigt, dass im Gefolge früher Traumatisierung unter anderem Borderline-Persönlichkeitsstörungen, dissoziative Störungen, somatoforme Störungen und Essstörungen auftreten können.
Spaltung und Dissoziation
gehören zu den zentralen Bewältigungsmechanismen traumatischer Erfahrung. Sie lassen sich als „Schutz"-Reaktion angesichts einer auch auf neurobiologischer Ebene nachweisbaren Überflutung durch belastende Reize und Affekte verstehen.
Unter ressourcenorientierten Gesichtspunkten
stellen sich die Symptome der Traumafolgestörungen als Ausdruck des fortgesetzten seelischen Bemühens, die tiefe seelische Verletzung zu begrenzen und zu heilen, dar. Ähnlich wie die chronischen Entzündungs- und Heilungsprozesse bei einer schlecht heilenden körperlichen Wunde kommen die seelischen Bewältigungs- und Selbstheilungsvorgänge nicht zum Abschluss und gewinnen eine Eigendynamik, die zu Komplikationen und weiteren Schädigungen/Verletzungen und Retraumatisierungen führen können.
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